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Gallery Walkala Bilder gewidmet an Werke von Komponisten "marsyas", für mario lavista, mexiko. (100 cm x 150 cm, acryl auf leinwand)

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„im frühling 2“, acryl auf leinwand, 70 cm x 60 cm.

„im frühling 2“, acryl auf leinwand, 70 cm x 60 cm.

Date: 12/13/2009 Views: 32

Bilder gewidmet an Werke von Komponisten

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"marsyas", für mario lavista, mexiko. (100 cm x 150 cm, acryl auf leinwand)

Date: 12/13/2009
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"marsyas", für mario lavista, mexiko. (100 cm x 150 cm, acryl auf leinwand)

"marsyas",
für mario lavista, mexiko.
(100 cm x 150 cm, acryl auf leinwand)


In Marsyas schlägt Mario Lavista die Interaktion zwischen einer Oboe und einem Satz von acht Kristallgläsern vor, die eine harmonische Basis auf der Grundlage von Quinten bilden, eine Basis aus Intervallen perfekten Einklangs, der mit dem Göttlichen identifiziert wird. Diese Quinten werden durch Dreiklänge verbunden, also den diabolus in musica, ein nicht perfektes, irdisches Intervall. Die Oboe ist manchmal in diese harmonische Basis integriert, manchmal widerspricht sie ihr. Die harmonische Basis, die durch die Kristallgläser geschaffen wird, funktioniert wie eine Art Luftblase, in deren Innerem sich die Oboe bewegt.

Die Partitur des Stücks Marsyas ist mit einem Epigramm versehen, das der gleichnamigen Erzählung von Luis Cernuda entnommen ist: „Marsyas atmete, seufzte ein ums andere Mal in die miteinander verbundenen Schilfrohrhalme und entlockte ihnen so immer zartere und geheimnisvollere Klänge, die wie die geheime Stimme seines Herzens waren“.

Die Legende erzählt, wie der Satyr Marsyas den von Pallas Athene erfundenen Aulos entdeckt, ein Instrument aus zwei Schilfrohrhalmen, ein Vorgänger der Oboe. Der Satyr beginnt auf dem Instrument zu spielen und verliebt sich in seinen Klang. Als er das Instrument vollständig beherrscht, fordert er Apollo zu einem musikalischen Wettstreit heraus. Apollo, Gott der Musik, nimmt die Herausforderung an und der Wettstreit wird vor einer Jury ausgetragen. Als erstes spielt Marsyas. Nach der Erzählung Cernudas sind die Zuhörer verzaubert von den Klängen, die Marsyas dem Aulos entlockt. Danach spielt Apollo auf der Leier und übertrifft Marsyas. Der Gott wird zum Sieger erklärt. Um Marsyas für seinen Hochmut und seine Niederlage zu bestrafen, wird ihm bei lebendigem Leib die Haut abgezogen. Aus seinen Tränen und seinem Blut entspringt der Fluss Marsyas, der Kleinasien durchzieht.

Mario Lavista wurde 1943 in Mexiko-Stadt geboren. Am Nationalkonservatorium studierte er Komposition. Von der französischen Regierung erhielt er ein Stipendium um von 1967 bis 1969 in Paris zu studieren. 1969 nahm er am Kursus der Neuen Musik von Stockhausen an der Rheinischen Musikschule in Köln teil und besuchte ebenfalls die Internationalen Kurse der Neuen Musik in Darmstadt. Nach seiner Heimkehr nach Mexiko, 1970, gründete er die Musikalische Improvisationsgruppe QUANTA, mit dem Interesse an simultaner Schöpfung und Interpretation und an den Beziehungen zwischen “Live” –Musik und Elektroakustik. 1987 erhielt er das Guggenheim-Stipendium, um seine Oper in einem Akt, Aura, zu schreiben und wurde zum Mitglied der Akademie der Künste ernannt. Im Nationalen Musikkonservatorium hat er Unterricht in Komposition, Musik-Analyse und Sprache des 20. Jahrhunderts erteilt. Er ist Leiter von “Pauta”, einem Heft für Musik- Theorie und Kritik. 1991 erhielt er den Nationalpreis für Wissenschaft und Kunst sowie die Mozart Medaille.

 

 

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