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"mutazioni kv 401",
für wolfgang roscher, österreich.
(100 cm x 150 cm, acryl auf leinwand)
"Mutazioni KV 401": Veränderung eines Fugenfragments von W. A. Mozart für Flöte, Klarinette, Viola, Cello, Klavier, Cembalo und Vibraphon. Das Kernstück der drei Veränderungen von Mozarts g-Moll-Fuge (ca. 1782) ist der Mittelsatz (1990). In ihm ist der Krebs des Originals zu hören, also der rückläufige Gang der Musik vom letzten bis zum ersten Takt; hier spielt das Aushorchen und Auffinden von überraschenden Sinnzusammenhängen im melodischen, harmonischen und rhythmischen Ablauf eine ebenso wesentliche Rolle wie das Einsammeln des polyphonen Satzgefüges aus sukzessiven Tonfolgen in Zonen integraler Simultanklänge.
Wolfgang Roscher: geboren 1927 in Komotau (Böhmen). Studien der Komposition bei Konrad Lechner und Carl Orff, der Musik- und Erziehungswissenschaft, Literatur- und Kulturgeschichte, Philosophie und Theologie; Dr. Phil. (Erlangen 1951). Kirchen- und schulmusikalische Tätigkeiten (seit 1945); Lehrstühle für Musikerziehung, Musik und Auditive Kommunikation, Musikpädagogik (seit 1960); Leiter des Instituts für Integrative Musikpädagogik und Polyästhetische Erziehung (seit 1981) sowie Rektor der Hochschule für Musik und darstellende Kunst "Mozarteum" (1991-1995), Einrichtung der Salzburger Poetik-Gastprofessur. Dekan der Klasse der Künste in der Academia scietiarium et artium Europaea, Präsident der Internationalen Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung; Symposien, Präsentationen, Dokumentationen in Wort, Ton, Bild; Filme und Bücher, Vorträge. Leitung von Vokal- und Instrumental-Ensembles für Alte und Neue Musik, für Oratorien- und Musiktheater-Improvisation, für Klangskulpturenspiel und Musikfilmproduktion; Gastseminare für Improvisation und Komposition; Chor- und Kammermusikwerke, vokale, instrumentale und szenische Kompositionen sowie Konzeptkompositionen. Altrektor em. Univ. Prof. Dr. Phil. Wolfgang Roscher verstarb im Februar 2002.
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