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"rhythmetron I",
für marlos nobre, brasilien.
(Triptychon, je 40 cm x 40 cm, acryl auf leinwand)
Rhythmetron, komponiert im Jahr 1968 von Marlos Nobre, war das erste brasilianische Stück für Perkussion und kann als eine echte Sinfonie für diese Instrumente betrachtet werden. Das Werk besteht aus drei Sätzen und ist in einer essentiell tonalen Sprache verfasst.
Im ersten Satz, "A preparaçao", werden traditionelle Elemente der Sambaschulen aus Rio de Janeiro und der Maracatús aus Recife verarbeitet.
Marlos Nobre wurde am 18. Februar 1939 in Recife, Brasilien, geboren. Im Alter von vier Jahren begann er mit dem Klavierspiel und liebte schon als Kind die Improvisation. Nachdem er zunächst am Konservatorium mit dem Studium von Harmonie und Kontrapunkt begonnen hatte, setzte er seine Studien an der Musikabteilung der Universität von Recife fort. 1960 verließ er Recife, um bis 1962 Soziologie und Anthropologie an der Universität von Rio de Janeiro zu studieren und damit dem Wunsch seines Vaters zu folgen. Die Wahl gerade dieser Studienrichtungen sollte unschätzbaren Einfluss auf sein späteres musikalisches Schaffen haben. Als er neunzehn Jahre alt war, reichte er sein "Concertino Opus 1" bei einem vom Radiosender MEC (dem Sender des Erziehungsministeriums) ausgeschriebenen Wettbewerb ein und gewann sogleich die Ehrenauszeichnung. Mit einer ganzen Reihe von weiteren Kompositionen gewann er innerhalb von 4 Jahren sowohl in Brasilien wie auch im Ausland weitere 23 Wettbewerbe. 1963 erhielt er ein zweijähriges Stipendium der Rockefeller Stiftung, das es ihm ermöglichte, am Institut "Torcuato Di Tella" in Buenos Aires zu studieren. Hier traf er auf Alberto Ginastera, der den wichtigsten und entscheidenden Einfluss auf Nobres musikalische Entwicklung haben sollte. Buenos Aires zog damals die hervorragendsten Komponisten jener Generation an und Nobre konnte so nicht nur durch den Einfluss Ginasteras, sondern auch durch den direkten Kontakt mit großen musikalischen Persönlichkeiten wie Olivier Messiaen, Riccardo Malipiero, Aaron Copland y Luigi Dallapiccola musikalisch profitieren. Trotz seines ausgeprägt avantgardistischen Charakters trägt Nobres Werk stark folkloristische Züge, die es unverwechselbar brasilianisch machen.
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