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"spuren I",
für martín matalón, argentinien.
(80 cm x 120 cm, acryl auf leinwand)
"Spuren 1", für Cello und Elektronik, in Echtzeit, öffnet einen Zyklus mit elektronisch und solist Instrument, das noch weitere Entwicklungen erfahren wird. Der Autor sagt über sein Werk: So wie in einem Tagebuch bringen meine Spuren die kompositorischen Problematiken, die mich während des Schreibens beunruhigen, zur Sprache. Meine Absicht ist es, eine Umgebung zu schaffen, die über die Elektronik den Raum und die Möglichkeiten des Soloinstruments dividiert, verändert und transzendiert.
Spuren 1 stellt zwei Konzeptionen von musikalischer Zeit, zwei verschiedene Töne und zwei formale Ausarbeitungen gegenüber. Die erste Form baut man sich in einem Umfeld, in dem die musikalische Zeit glatt und ausgesetzt ist. Zeilen einer großen Dynamik überfluten den Raum, sowie die Register des Cellos durch die Behandlung geteilt sind. Eine klangvolle körnige Schicht, wechselnd und dynamisch, bildet sich mit den Sedimenten und den Spuren, die diese Zeilen in ihrem Weg hinterlassen. Linear in seiner Natur, diese Bewegung vollzieht ein Cello mit offenem Ton.
Auf den üppigen Klang des ersten Indikators, reagiert der Klang des zweiten Indikators intim. Dieser Klang ergibt sich durch die Verwendung eines Bleidämpfers und verschiedene Arten von Filtern. Dieser zweite kreisförmige Indikator des Diptychons widersetzt sich gegen die Linearität des Ersten: eine musikalische Phrase einiger Teile wiederholt sich spiralförmig in der Form einer Passacaglia, alle entlang eines vorgegebenen Verlaufs oder auch zufällig. Über dieser Handlung, die sich erneuert, bilden sich andere Objekte einer kapriziösen und ätherischen Natur. Die Kreisform dieses Satzes ist in einer gedrückten, gestreiften musikalischen Zeit formuliert.
Martín Matalón wurde 1958 in Buenos Aires geboren und studierte an der Julliard School of Music in New York, wo er mit einem Master in Komposition abschloss. Von 1989 bis 1996 gründet und dirigiert er das Ensemble Music Mobile, das sich einem zeitgenössischen Repertoire widmet. Er hat wichtige Stipendien und Preise erhalten, unter anderem von der Guggenheim Stiftung, dem Französischen Institut für Schöne Künste und den Preis Ciudad de Barcelona. Seit 1993 lebt er in Paris und sein Katalog beinhaltet eine große Anzahl an Werken für Kammerorchester und solistische Instrumente. Er hat auch einige CD mit seinen musikalischen Kreationen aufgenommen.
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